Audi Q3 beendet Ausflug nach Brasilien in Plön

06.10.2017

Spende der Kfz-Innung ans BBZ: Früherer Testwagen wird zur Ausbildung im BBZ- Plön eingesetzt

Der Obermeister der Kfz-Innung im Kreis Plön, Claus Henrick Estorff (Mitte), übergibt den Schlüssel für einen Audi Q3 an den Leiter der Kfz-Mechatronikerausbildung an der Kreisberufsschule, Manfred Braune

Kfz-Junggesellen sitzen mit ihrer Ausbildung in der ersten Reihe

PLÖN. Der Fuhrpark des Berufsbildungszentrums Plön ist um einen fast neuen Audi Q3 reicher. Das mit allen Extras ausgestattete Auto steht den Mitarbeitern der Einrichtung allerdings nicht für Dienstfahrten zur Verfügung, sondern wird für die Ausbildung der künftigen Kraftfahrzeugmechatroniker eingesetzt. Am Donnerstag übergab der Obermeister der Kfz-Innung Kreis Plön, Claus Henrick Estorff, Fahrzeug und Schlüssel an den Leiter des Ausbildungsbereichs, Manfred Braune. „Die Zulassungspapiere sind leider nicht dabei, und das Handbuch ist portugiesisch", erklärte Estorff die besondere Geschichte des Audi SUV. „Es handelt sich um ein Vorserienmodell, das als Testwagen für den brasilianischen Markt produziert wurde", so Estorff. Da der reimportierte Werkswagen nicht für den deutschen Straßenverkehr zugelassen sei, habe die Innung das Fahrzeug relativ günstig für 6000 Euro erwerben können. „Wir haben mit diesem Auto die Chance, den aktuellen Stand der Technik am lebenden Objekt zu lehren", erklärte Manfred Braune mit Blick auf die besonders Kraftstoff sparende Motortechnik und den zahlreichen Hilfssystemen wie Park- und Reifendrucksensoren, Kameras, Spurhalte- und Spurwechselassistenten, Lenksystem, Notbremsunterstützung, Fahrlichtautomatiken, Multimediainterfaces und Internetanbindung. „Das moderne Auto ist mittlerweile ein Computer auf vier Rädern", fasste Schulleiter Axel Böhm diese Aufzählung zusammen. Und die rasante Entwicklung im IT-Bereich wirke sich damit direkt auf die Ausbildung im Kfz-Bereich aus. Deutlich sichtbar werde dies im Vergleich zu dem BMW Baujahr 1999 oder einem fast drei Jahrzehnte alten Mercedes deutlich, die bislang zur schulmäßigen Fehlersuche und -behebung dienten. Zudem zeige dieses sehr anschauliche Bild aber auch, wie wichtig eine kontinuierliche Weiterbildung nach dem Berufsabschluss sei, betonte Böhm mit Blick auf die aktuellen Auszubildenden. „Die Elektronik wird immer wichtiger, und da muss man auf dem Laufenden bleiben."    

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