Auf dem Weg zu einer Modellschule

17.01.2017

Die mediale Darstellung wird immer vielfältiger. Junge Menschen zieht es mehr und mehr in die digitale Darstellung. Jetzt geht die Fachschule für Sozialpädagogik in Preetz diesen Weg und und schickt sich an, eine Modellschule für digitales Lernen zu werden.

BFS3

Vor vielen Jahren schon hat der ehemalige Abteilungsleiter der Abteilung Sozialpädagogik, Norbert Helle, den analogen Videoschnitt in der Ausbildung von Erziehern zum Unterrichtsthema gemacht. Das Thema begeisterte den einen oder anderen Schüler. Später richtete er einen Medienraum ein, der digitale Audio- und Videoaufnahmen ermöglichte und in dem Schnittplätze zur Verfügung standen. Das Interesse der Schüler nahm zu. Mittlerweile hat Christian Osbar den Medienraum übernommen und eine Mediengrundbildung für alle Schüler in der Ausbildung verankert. Arbeitsergebnisse der Medienarbeit finden sich in allen Klassenräumen (Gruppenfotos, Geburtstagskalender, Fotos zu Kinderrechten) und auch auf der Homepage der Schule sowie in den sozialen Medien (Trickfilme, Imagefilme). Die Fachschule in Preetz (BBZ Plön) hat Auszubildenden medienpädagogisch etwas zu bieten. Nun hat sich das Kollegium einstimmig entschieden, sich als Modellschule für digitales Lernen beim Ministerium für Schule und Berufsbildung zu bewerben. Seit Sommer 2016 arbeitet das BBZ Plön an der digitalen Zukunft im Klassenzimmer und entwickelt ein Medienkonzept. Aufgrund der Vorerfahrungen der Abteilung Sozialpädagogik entschieden Johanna Schmok (Abteilungsleitung), Christian Osbar und Torben Pauls die konzeptionellen Überlegungen nicht nur in einem Lernfeld oder durch einzelne Lehrkräfte umzusetzen, sondern das Kollegium um Zustimmung zu bitten, modellhaft im Sommer 2017 eine Notebook-Klasse („Andi“) einzurichten. Mit dem Medienkonzept der Abteilung sowie der Einrichtung der Notebook- Klasse will man die Verantwortlichen im Bildungsministerium überzeugen. „Andi“ steht für „Analoges und Digitales Lernen" und soll ausdrücken, dass Lernen insbesondere in Sozialen Berufsbildungsgängen niemals nur mit Notebooks allein stattfinden kann. Im Prozess der Digitalisierung des Lernens gilt das „Primat der Pädagogik“. Ausgehend vom Ausbildungsziel und den Auszubildenden muss entschieden werden, welche digitalen Lernwege eine Bereicherung des Unterrichts darstellen. Initiatoren und die Lehrkräfte Christian Osbar und Torben Pauls sehen Chancen im Unterrichtseinsatz von einzeln zur Verfügung stehenden Notebooks. Schüler können sich für individuellere Lernwege entscheiden, Lehrkräfte können im Unterricht leichter binnendifferenzieren und möglicherweise muss nicht mehr soviel kopiert werden. Eine ungewollte Veränderung der Unterrichtsatmosphäre, Vereinzelung und weniger Konzentration im Unterricht, soll dabei nicht aus dem Blick geraten. Das Klassenteam für die „Andi“-Klasse freut sich auf das Projekt. Im Sommer geht es los: Jeder Schüler hat ein eigenes Notebook, das im Unterricht zur Verfügung steht. Die Schüler sind übers Internet miteinander verbunden und pflegen eine gemeinsame Lernplattform auf dem Schulserver. Und im Klassenraum gibt es neben einem interaktiven Whiteboard mehrere Ladestationen für den Fall der Fälle. „Andi“ bedeutet zunächst einmal das Schaffen einer Arbeitsumgebung, die Erfahrungen mit gemeinsamen Lernerfahrungen in digitalen Welten ermöglicht. Das Modellhafte bleibt, denn im Laufe der nächsten Jahre werden die Erfahrungen im Klassenteam ausgewertet und Empfehlungen für den Unterricht der Zukunft ausgesprochen.

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