Wanderausstellung Echt krass! informiert in Preetz über das Thema sexuelle Gewalt

09.02.2015

Zum zweiten Mal wird im Berufsbildungszentrum (BBZ) in der Kieler Straße in Preetz die Wanderausstellung Echt krass! gezeigt. In diesem interaktiven und alle Sinne ansprechenden Parcours geht es darum, Jugendliche und junge Erwachsene für das Thema sexuelle Gewalt zu sensibilisieren.

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Zum zweiten Mal wird im Berufsbildungszentrum (BBZ) in der Kieler Straße in Preetz die Wanderausstellung Echt krass! gezeigt. „Sie ist Bestandteil unseres Präventionsprogramms“, erläutert Schulsozialarbeiterin Cornelia Haacke. In diesem interaktiven und alle Sinne ansprechenden Parcours geht es darum, Jugendliche und junge Erwachsene für das Thema sexuelle Gewalt zu sensibilisieren. In fünf Kabinen und an den Außenwänden sind jeweils unterschiedliche Themen aufbereitet: Werbung und Medien, Anmachsprüche, Gruppenverhalten, Recht und Gesetz sowie der Unterschied zwischen Denk- und Handlungsweisen bei Mädchen und Jungen. Eine Klasse durchläuft gerade dieses Präventionsangebot. Dabei geht es auch darum zu lernen, wie man persönliche Grenzen festlegt und artikuliert. Etwa bei der Art der Wortwahl: „Du Penner“ oder „Blöde Schlampe“ gelten bei vielen als normaler Wortschatz und alltagstauglich. „Beleidigende Ansprachen finde ich nicht gut“, sagt Nele Schultz (17). „Jungs reden oft so und stempeln andere schnell mit üblen Worten einfach ab“, ergänzt Joane Göben (18). Mathies Beusen (17) sagt: „Manche Sprüche sind einfach nur nervig, wenn es aber beleidigend wird, muss man sich wehren.“ Nein-Sagen – das sei wichtig. Im digitalen Zeitalter sind Fotos, die ohne Zustimmung des Fotografierten abgelichtet und einfach verbreitet werden, Alltag. Nicht nur das: Sie sind ein Eingriff in Persönlichkeitsrechte. Mit Cybermobbing haben einige der Schüler ihre Erfahrungen gemacht. „Von mir wurde mal ungefragt ein doofes Bild in eine WhatsApp-Gruppe gestellt“, so Marcel Kolonko (18). Auch Mathies kann von so etwas berichten: „Auf Facebook hat jemand ohne mein Wissen Fotos gepostet.“ Bei Nele ist es noch schlimmer: „Auf einem Fake-Account bei Facebook wurden diskreditierende Bilder von mir hochgeladen.“ Die Polizei ermittle bereits, so die Schülerin. Was ist okay? Wo werden Grenzen überschritten? „Die Schüler sollen sich damit auseinandersetzen und sich so über vieles bewusster werden“, sagt Haacke. Das Petze- Institut für Gewaltprävention in Kiel hat diese Ausstellung für Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr entworfen.

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