Berlin, wir fahren nach Berlin...

21.02.2014

Die WKA112 erkundete die Hauptstadt vom 17. bis zum 21. Februar 2014 zusammen mit den Lehrkräften Frau Esse und Herrn Irmer.

Berlin, wir fahren nach Berlin...

Die WKA112 vor dem Bundeskanzleramt

Die WKA112 erkundete die Hauptstadt vom 17. bis zum 21. Februar 2014 zusammen mit den Lehrkräften Frau Esse und Herrn Irmer. Wir waren zentrumsnah im Amstel House untergebracht, einem Hostel mit internationalem Flair, denn die überwiegend jungen Gäste kamen wirklich aus aller Herren Länder.

Ein Höhepunkt der Fahrt war sicherlich unser Besuch im Reichstag. Auf der Tribüne im Plenarsaal gab es für uns und andere Klassen den äußerst kurzweiligen Vortrag eines Politologen, der uns mit vielen interessanten Details zu Gebäude und Parlament verblüffte. Ist Ihnen z.B. einmal aufgefallen, dass die Bundesflagge an einem Holzmast, die Europaflagge dagegen an einem modernen Alumast hängt? Der Holzmast stand schon im Bundestag in Bonn und soll durch seine Verwendung in Berlin quasi den guten demokratischen Geist der Bonner Republik in den Reichstag bringen.

Im Plenarsaal stehen 3 Stühle mit erhöhter Rückenlehne. Einer steht der Kanzlerin zu, einer dem Bundestagspräsidenten und ein weiterer dem Bundesratspräsidenten, wenn er an einer Sitzung des Bundestages teilnimmt. Das „zustehen“ ist sehr wörtlich zu nehmen, denn kein anderer Abgeordneter oder auch Minister wagt es, sich auf einen dieser drei Stühle zu setzen, sollte die betreffende Person einmal nicht anwesend und der Stuhl so „frei“ sein.

Im Reichstag

Im Anschluss an den Vortrag wurden wir von Dr. Murmann (CDU), dem Abgeordneten unseres Wahlkreises, begrüßt. Dr. Murmann ist u.a. Mitglied im Ausschuss für Finanzen und daher mit der Sicherung des Euro beschäftigt. Durch seine angenehme Art auf die Schüler zuzugehen, kam auch gleich eine Diskussion in Gang. Die Schüler interessierte besonders die NSA-Affäre und sie verstanden nicht, weshalb man weiterhin uneingeschränkt gute Beziehungen mit den USA pflegt, obwohl diese ihre Ausspähungen auch in Zukunft fortsetzen wollen. Dr. Murmann dagegen betonte, dass es über dieses Problem hinaus sehr viele politische Gemeinsamkeiten mit den USA gäbe, die die Beziehungen dominieren würden – die Antwort eines Politikers eben... Die Diskussion fand im Sitzungssaal der CDU/CSU-Fraktion statt und es war schon ein wenig besonders, z.B. auf dem Platz zu sitzen, den sonst Frau von der Leyen bevorzugt... Der Besuch wurde abgerundet durch eine Erkundung der Glaskuppel, von wo sich ein toller Ausblick über Berlin genießen ließ.  

Während unseres Aufenthalts haben wir die multimediale Ausstellung THE STORY OF BERLIN besucht, die sich mit der Berliner Stadtgeschichte beschäftigt – empfehlenswert. Im DDR-Museum konnte man im Trabi durch DDR-Landschaften fahren und sich so auch architektonisch in diese Zeit zurückversetzen. Ein komplett eingerichtetes Wohnzimmer aus dieser Zeit mit der, auch im Westen unvermeidlichen Schrankwand aus dunklem Holzfurnier katapultierte den Besucher 40 Jahre zurück in die Vergangenheit.

Die Abendgestaltung durch die Schüler verlief sehr lehrerfreundlich. Die Schüler verspürten zum Erstaunen (und auch zur Erleichterung) der Lehrkräfte keinerlei Drang das Nachtleben Berlins zu erkunden.Sie waren glücklich in ihrem kleinen Hostel und zufrieden damit, die Abende auf den Zimmern oder im Spielebereich zu verbringen. Im Laufe der Zeit machte sich bei allen jedoch ein gewisses Schlafdefizit bemerkbar, so dass wir dann auch froh waren, wohlbehalten am Freitag wieder in Plön zu sein.  

Axel Irmer

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